Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

September 06 2010

schottland2010
20:54

Tag 7 (von 13)

Highlands! Schon kurz vor eins treffen wir mit Citylink in Ballachulish ein. Das Dörfchen unweit von Glencoe wurde uns nahe gelegt, damit wir zwischen Bed&Breakfast und Bushaltestelle nicht so viel laufen müssen. Dafür haben wir eine ungleich längere Strecke zu absolvieren, um in jenes sagenumwobene Tal zu gelangen, das einst Schauplatz eines Massakkers der Campbells an den McDonalds war. Für heute folgen wir also nur einem Radweg hinauf in die nebelverhangenen Berge ein paar Meter weiter.
Das Wetter und schlechtes Schuhwerk trüben die Wanderung etwas, so dass wir reichlich entkräftet zurück zu unserer Bleibe finden. 
Das klassische Gegenteil von gut gemeint bietet uns Frau McLeod beim Abendessen. Die nette Gastgeberin hat für uns gekocht, für den normalen Essenspreis von 10 Pfund erhalten wir jedoch als Vegetarier nur eine Abwandlung des normalen Menüs. Statt Hausgemachter Rinderbrühe gibt es Tomatensuppe aus der Tüte, die Hauptspeise besteht aus Bohnen, Kartoffeln und "Maccaroni & Cheese", statt Lammbraten. Angeblich sind diese selbst gemacht, wir zweifeln jedoch. Ebenfalls nicht selbstgemacht ist der Nachtisch-Apple-Pie, der mit sehr starken Fabriknoten aufwartet.
Zeit für's Bett, denn morgen wollen wir Wandern, sofern das Wetter mitspielt. 
schottland2010
20:54

Tag 6 (von 13)

Reise, Reise! Heute haben wir nur kurze Gelegenheit, in den Gärten des Schlosses von Stornoway zu spazieren und am Ufer nach Seehunden Ausschau zu halten, bevor uns der Bus zur Fähre nach Tarbert und von Uig in die Hauptstadt der Insel Skye, Portree, trägt. Die Seehunde verstecken sich leider und so genießen wir noch ein letztes Sandwich am Pier vor der langen See- und Busreise. 
Am Abend haben wir gerade genug Sonnenlicht, ins Hostel einzuchecken und noch ein paar Schritte am Ufer entlang zu gehen. Ein deutsches Pärchen, das ebenfalls in der Jugendherberge nächtigt, ist dabei schlau genug auf die Verkehrszeichen zu achten und kehrt vor einer "Sackgasse" um, an die sich ein Wanderweg anschließt. Wir gehen diesen entlang, bis es wirklich dunkel wird und kehren zurück, als es gerade zu regnen beginnt. Der erste Regen in fünf Tagen, fast ein Rekord für die Hebriden? 
In der Küche ärgert uns der Reis mit einer exorbitanten Kochzeit und weil die Hostelküche sinnloserweise um 22 Uhr schließt, begnügen wir uns mit Sandwiches und etwas Hühnchenersatz-Curry, das wir eigentlich für den Reis gekocht hatten. 
Wir fallen früh ins Bett, auch weil zwei Engländerinnen im Aufenthaltsraum nichts besseres zu tun haben, als zu ihrem scheppernden iPod Touch lauthals mitzusingen. Ausserdem geht der Bus am nächsten Tag um kurz vor Acht in Richtung Highlands. 
schottland2010
20:54

Tag 5 (von 13)

Heute Morgen ist etwas geschehen, das ich auf Lewis nicht für möglich gehalten hätte: Ich werde von den Sonnenstrahlen geweckt. Der Himmel ist fast Wolkenlos! Nach einem ausgiebigen Frühstück auf der Terrasse ist der Plan für heute, Harris zu erkunden. Lewis und Harris gelten zwar als zwei Inseln, sind aber geographisch nicht voneinander getrennt. Dennoch merkt man sofort, wenn man die Grenze übertreten hat: Harris sieht aus, als hätte man einst im Norden von Lewis begonnen, alle Steine wegzuräumen und diese dann unsortiert in Harris deponiert. Wir begeben uns nach Tarbert, der Hauptstadt der Insel, kaum mehr als eine Ansammlung Häuser um einen Hafen herum. Ein kleines Café im Ort hat zwar einen recht mondänen Anspruch, serviert aber aus der teuren Espressomaschine eher mittelmäßigen Fairtrade-Latte-Macchiato und auch die selbstgemachten Kuchen können noch ein wenig mehr Liebe vertragen. Interessant auch, dass man Spendenzertifikate prominent platziert hat, um den guten Willen des Besitzers zu zeigen. Die zeigen aber, nicht wie man etwa vermuten würde, Kaffeeplantagen-Projekte in Ecuador; vielmehr wurden Veteranen-Regimenter der Royal Navy oder etwas ähnliches unterstützt. 
Wir fahren weiter nach Seilebost. Angeblich die längsten Sandstrände, wobei mir der Vergleich nicht mehr einfällt. Egal aber ob Schottland, Großbritannien oder sogar Europa: Seilebost ist wunderschön, besonders wenn die Sonne scheint. Wir entscheiden uns, zu picknicken und setzen uns anschließend in den Sand. Ja, heute ist sogar Sonnenbrand ein Thema. In Harris, ende August. Glaubt uns keiner. 
Nach einer Fototour entlang der Klippen kehre ich gerade rechtzeitig vor der Flut zurück. Die letzten Meter muss ich, extrem anstrengend, über Algen klettern. Meine Beinmuskeln leiden, die Schuhe ebenfalls. Weiter geht es zur Südspitze der Insel, vorbei an endlosen Grasflächen, die bis ins Meer hinein taumeln. Schafe und Highland-Rinder wechseln sich ab, bevor wir entlang einer winzigen Bergroute zurück in den Norden fahren. Hier endet die offizielle Landstraße und man merkt warum: kaum eine Anhöhe kann richtig eingesehen werden, enge Kurven machen die Situation schwieriger. Man ist dankbar über jede Haltebucht. Wir halten an einer Bank, um Fotos zu machen. Darauf liegt ein fast leerer Rucksack, der mich stutzig macht. Besonders, weil darin lediglich ein GPS-Navigationsgerät liegt, dessen Batterien aus sind. Gerade als ich mich dagegen entscheide, den Rucksack nach Tarbert zum Fundbüro zu bringen, hält hinter uns ein Auto: Ein alter Mann nimmt den Rucksack dankbar an sich. Er hatte eine Panne mit dem Rad und hat diesen dann liegen lassen, als er sich zur nächsten Häuseransammlung auf Hilfesuche begab. 
Zurück auf der Landstraße eilen wir gen Norden. Die Sonne geht unter und wir wollen noch dringend nach Rhenigidale. Dort liegt eine Jugendherberge, die tatsächlich noch abgelegener ist, als Garenin. Sie wird ebenfalls von der Gatliff-Foundation betrieben und bietet in einem entlegenen Tal bei Tarbert 14 Leuten eine spartanische Unterkunft. Einst kam man dort nur per Fuß, auch wenn wohl vor einigen Jahren eine Straße gebaut wurde. Ein kleines, weißes Steinhäuschen in einer Bucht fernab von der Hauptstraße in einem Tal, das man beinahe verwunschen nennen mag. 
Nur kurz haben wir Zeit, hier einige Fotos zu machen, bevor wir Gas geben, um vor der Dunkelheit wieder in Stornoway zu sein. Der aufgehende Mond über dem Moor ist mein letztes Fotomotiv an einem sonnengetränkten Tag am Meer.

September 05 2010

schottland2010
14:16
The Stornoway Way: Amazon.de: Kevin MacNeil
Nicht nur dann unglaublich lustig, wenn man gerade an den Orten der Handlung war. Dann aber besonders.
schottland2010
14:16

Tag 4 (von 13)

Wir sind verabredet, um 8:30 mit Christopher zu telefonieren. Er ist Hobbyfilmer, den wir per Couchsurfing kennen gelernt haben. Leider hat er am Tag zuvor gesoffen und sein Mobiltelefon im Pub liegen lassen, so dass wir uns alleine in Richtung Südwesten der Insel aufmachen. Verwirrend ist heute das Wetter, denn tatsächlich scheint die Sonne ein Wenig! Auf Lewis! Es geschehen Zeichen und Wunder... 
DIe Touristen-Info verkauft uns eine hilfreiche kleine Wanderbroschüre und wir begeben uns nach Loch Morsagil auf den Weg zu den "Beehive Dwellings", also alten Behausungen die wie Bienenstöcke aussehen sollen. Die Route führt zunächst entlang eines wunderschönen Baches, der uns in der Sonne ruhig entgegen fließt. Schließlich gelangen wir an einen kleinen See, an dem auch eine Lodge steht in der sich vermutlich eher wohlhabende Reisende niederlassen. Am See entlang verläuft ein kleiner Trampelpfad, den wir jedoch nach einigen Metern fluchtartig verlassen: Wir haben zum ersten Mal ernsthaften Kontakt mit Midges gehabt, den berühmten kleinen schottischen Bissmücken, die hier abertausendfach auf Beute warten. Mit einigen Bissen im Gesicht (denn Midgies beißen, sie stechen nicht) begeben wir uns auf eine etwas abseitigere Route, merken jedoch bald, dass hier kein Weiterkommen ist: zu sumpfig und nass ist der Untergrund, zu weit noch der Weg, den wir allzu vorsichtigen Schrittes begehen müssten. 
Weiter geht es nach Uig und dort an einen Strand, der uns begeistert: Die Flut beginnt gerade erst zurück zu kommen und so ist die vollkommen flache Bucht für etwa anderthalb Kilometer leergeschwemmt. Nur die gleichförmigen Wellenlinien im Sand und unzählige Muscheln zeugen davon, dass hier bald wieder die See regieren wird. 
Als wir das Wasser erreichen, müssen wir fast schon aufpassen: es kehrt so schnell zurück, dass wir die Bewegung filmen können. Laufen wir langsam, holt es uns ein. Nach diesem Spaziergang steigen wir wieder ins Auto und begeben uns langsam zurück in Richtung Stornoway. Sehr langsam allerdings: eine kleine Tour um eine Halbinsel mit weiterem Strandspaziergang hält uns ebenso auf wie die allmählich sinkende Sonne, die die Umgebung in ein zauberhaftes, immer rötlicher werdendes Licht hüllt. Segelboote, die sich in kleinen Seen spiegeln, das Moor, das in seiner endlosen Weite in orangem Glanz schlummert, schließlich kleine Pfüzen, in denen rosa Wolken zu plantschen scheinen. Als wir nach kurzem Einkauf bei Barbara ankommen, ist es bereits dunkel. Zu unserer Überraschung hat Rosie, die Freundin von Barbaras Sohn, eine fantastische Broccoli-Stilton-Quiche gemacht, die unser "Curry-aus-dem-Glas-mit-Hühnchenfleischersatz" perfekt ergänzt. Wieder fallen wir früh ins Bett, einer der besten Gründe dafür, dass diese Blogeinträge nun erst nach unserer Rückkehr geschrieben wurden.

September 01 2010

schottland2010
20:51

Tag 3 (von 13)

Der nächste Tag beginnt gemächlich. Langes Frühstück, bevor wir uns auf machen zu den Standing Stones of Callanish. Auf drei Hügeln im Moor stehen drei Steinkreise unweit voneinander, vermutlich schon seit vielen tausend Jahren. Sie wurden erst vor einigen Jahren aus dem Torf gehoben, der mit der Zeit darüber gewachsen war und der Hauptkreis steht nun als einer der umfangreichsten in Großbritannien. Von dort aus geht es weiter entlang der Küste. Wir halten in einer Bucht, von der aus Muschelkalk einen nahe gelegenen See düngt. Das Loch ist bedeckt von verblühten Wasserlilien, die im Frühjahr sicherlich prachtvoll ausgesehen haben. Es folgt eine nordische Mühle, zwei "Black Houses", die auf der Insel typischen Steinhäuser mit Reet-Dach. Wohl gepflegt warten diese auf Touristen, die die Überreste alter Mahlsteine aus der Wikingerzeit fotografieren wollen. Weiter nördlich umfahren wir das Black House of Arnol, eine Eisenzeitliche Hütte, für deren Museum eine unverschämte Summe an Eintrittsgeld verlangt wird. Wir beenden die Tour beim höchsten "Standing Stone" in Schottland, der sich allerdings wenig spektakulär in der Landschaft langweilt. 
Die Nacht verbringen wir, genau wie die nächsten beiden, bei Barbara, die ich über Couchsurfing.org kennen gelernt habe. Mehr zu ihr und ihrer Motivation, auf der Insel zu leben, in "Menschen auf Lewis". Es ist spät, als wir nach Kartoffelauflauf und viel Rotwein in ein etwas zu hartes Bett fallen. 
schottland2010
20:49

Menschen auf Lewis

Was sind das für Menschen, die hier am äußeren Ende Europas den Jahreszeiten trotzen? Nun, natürlich ist das schwierig bis unmöglich, zu beantworten. Natürlich sind Menschen auch dann verschieden, wenn sie an Orten leben, die für uns besonders entfernt erscheinen. Aber dennoch habe ich einige Leute gefragt oder beobachtet, um herauszufinden was sie auf den Inseln antreibt. 
Da wäre ein netter, kauziger Kerl, der in der Jugendherberge in Na Gearannan vorbei kommt, mit Greifvogel auf dem Lederhandschuh. Er unterhält sich mit uns, erzählt, dass der Vogel autistischen und geistig behinderten Kindern hilft. Dass er aber gerne morgen Zeit hat, für 30 Pfund mit uns auf Jagd zu gehen und wir die Beute auch behalten dürfen. Wir lehnen dankend ab und er bemüht sich, noch einen mittelmäßigen Witz nach dem anderen loszuwerden.
Ebenfalls in der Jugendherberge treffen wir auf den derzeitigen Herbergsvater. Er ist, Überraschung, nicht aus Lewis sondern vor fünf Jahren mit seiner Familie aus Leicester hergezogen. Gut, seine Frau ist hier geboren, doch in erster Linie möchte er "Dem Schmutz und der Kriminalität entfliehen". Er spricht von Spritzbesteck im Park und Gewalt, der seine fünf Kinder nicht ausgesetzt sein sollen. Er vergleicht Aufklärungsraten hier wie dort (88 versus 5 Prozent) und scheint sehr glücklich mit seinem neuen Job bei der Küstenwache. Insgesamt macht er einen sehr ausgeglichenen Eindruck, als habe ihn die raue Seeluft milde gestimmt. 
Am zweiten Tag sind wir verabredet mit Christopher, den wir leider nie treffen. Über Couchsurfing.org hatte er uns angeboten, die Insel zu zeigen und mit seiner Filmkamera Naturaufnahmen zu drehen. Mit dieser Kamera ist er auch auf seinem Profilfoto abgebildet: ein professionelles Gerät, Arri oder ähnliches. Er erzählte mir per Mail, dass er sich gerade neue Objektive gekauft habe und die gerne mit uns ausprobieren wolle. Er arbeite immer zwei Wochen auf See und sei dann wieder zwei in Lewis, vermutlich also Arbeiter auf einer Ölplattform. Fragen konnte ich ihn nicht, denn als wir ihn anriefen ging er nicht ran. Spät am Abend meldete er sich aus dem Pub wo er sich den ganzen Tag mit einem Freund betrunken hatte. Auch die nächsten Tage kommt ein Treffen nicht zustande. Mobiltelefon im Pub vergessen, dann Angeln gehen und schließlich sind wir auf der anderen Seite der Insel als er doch mal Zeit hätte. 
Nichts unnormales, erzählt uns unsere Couchsurfing-Gastgeberin Barbara. Ölplattform-Mitarbeiter seien oft so, dass sei nach zwei Wochen auf See zunächst dem Alkohol frönen denn auf den Plattformen herrscht striktes Verbot. Sinnvoller seien darüber hinaus Vier-Wochen-Rhythmen, denn für Familien sei der 14-Tages-Rhythmus es ein großes Problem: Der Vater käme von See, wolle der Mittelpunkt sein und kaum habe die Familie wieder ein geregeltes Leben gefunden fahre er wieder hinaus zur Plattform. 
Bei einem monatlichen Zyklus gäbe es zumindest etwas Normalität im Leben, was enorm wichtig sei. 
Barbara selbst ist 57 und Lehrerin in Stornoway, der Hauptstadt der Insel mit ihren 6500 Einwohnern. Sie ist Deutsche, die vor 27 Jahren ihrem damaligen Mann auf die Insel gefolgt ist. Nun, da sie dort zwei Söhne großgezogen hat, fühlt sie sich zuhause, auch wenn sie seit einiger Zeit wieder geschieden ist. Nachdem der jüngere der Söhne zum Musikstudium nach England gegangen war, begann sie sie zumindest gelegentlich ein wenig Leben ins Haus zu holen, indem sie sich bei couchsurfing.org anmeldete. Inzwischen lebt ihr älterer Sohn wieder für ein paar Monate zuhause. Er ist ein Weltenbummler, der bei einem Neuseeland-Jahr seine Freundin kennen gelernt hat, mit der er demnächst nach Indien aufbrechen möchte. Rosie ist aus Süd-England und verdient ihr Geld nun als Schneiderin von Taschen aus Harris-Tweed, die sie mit zunehmendem Erfolg nicht nur auf der Insel, sondern in Geschenkeläden in ganz Schottland sowie über das Internet los wird. Ihre Designs kann man auch unter http://www.byrosie.co.uk ansehen. Ob sie langfristig hier leben möchte? Ich wage es zu bezweifeln, zu hart ist der Winter, zu wenig ist hier los, auch wenn das Angebot für eine solch kleine Gemeinde enorm ist: Für Outdoor-Sport jeglicher Art, von Surfen über Segeln bis hin zu Kanufahren und Klettern ist Lewis ein Paradies und auch die Musikszene ist nicht zu verachten. Dennoch bleibt der Musiker-Sohn zunächst in Brighton, wo es einfach mehr hübsche Frauen gibt als auf der Insel. 
Weiter geht es nach Harris, wo ich in Tarbert vergebens nach einem kleinen Laden suche. Dort hatte mir vor fünf Jahren eine ältere Frau eine Mütze verkauft. Aus frischer, noch nach Schaf riechender Wolle, gefertigt von "Frau MacLeod aus Scalpay", wie die Besitzerin "Fiona" damals beteuerte. In einem anderen Geschäft nachgefragt erfahre ich, dass Fiona nun wieder auf ihrer Heimat, den Orkneys lebt, wo sie aber immer noch handgefertigte Waren aus örtlicher Produktion verkauft. Schade!
Alles in Allem hat man den Eindruck, hier gehen die Uhren deutlich langsamer. Niemand ist im Streß, niemand ist unfreundlich, aber die Zeit ist hier und dort auch schon seit ein paar Jahren stehen geblieben. Andererseits findet man auch hier Kleinodien, die man sonst nur aus dem Prenzlauer Berg in Berlin kennt: kleine Designer-Manufakturen, die vor allem mit Harris Tweed arbeiten, Latte-Macchiato-Cafes mit selbstgebackenem Kuchen und ein Delikatessen-Laden, der neben teurem, vor Ort geräucherten Lachs allerhand Bio-Süßigkeiten, teure Saucen und hand-geerntete Gewürze führt. Ein Sortiment, das erstaunlich stark mit dem von hippen Feinkostläden in den Großstädten Europas überein stimmt. Man muss also auch auf Lewis kein Leben als Schafzüchter führen, auch wenn die große, weite Welt viele Stunden entfernt ist. 
schottland2010
20:48
Port Nahaven, Islay
schottland2010
20:47
schottland2010
20:47
Seals on Islay
schottland2010
20:47
Bruichladdich Distillery
Reposted bynibblerhds
schottland2010
20:47
Bruichladdich Distillery
schottland2010
20:46
Bruichladdich Distillery
schottland2010
20:46
Bruichladdich Distillery Shop
schottland2010
20:46
Bruichladdich Distillery
schottland2010
20:45
Bruichladdich Distillery
Reposted byhdsnibbler
schottland2010
20:42
Verfallende Kirche
Reposted byhds hds
schottland2010
20:39
Langsam verfallende Kirche

August 31 2010

schottland2010
21:37

Caledonian MacBrayne Ferries

Get away from it all by ferry..

We sail to twenty-four destinations on Scotland's West Coast. From Arran in the south to Lewis in the north, our network covers some of the most beautiful and dramatic places in Scotland. Get away from it all by ferry with Caledonian MacBrayne and discover a different world.

schottland2010
21:36

Tag 2 (von 13)

Hinweis: Dank Überangebot an Aktivitäten kam das Bloggen bisher viel zu kurz. Ich bin jetzt erst fertig damit, meine Eindrücke von Tag 2 aufzuschreiben (dazu noch ein Artikel über die Menschen auf Lewis, der halb fertig ist). Hoffentlich gibt's die restlichen Tage dann aber halbwegs flott, spätestens nach Rückkehr am Samstag. Die Busstrecke nach Ullapool ist wunderschön. Vorbei an Berg und Tal, an Heidekraut und allerlei Gewässer führt die Straße direkt von der Ostküste Schottlands an die Fähre zu den Hebriden. Man ist sogar so freundlich, unser Gepäck direkt weiter zu verladen, so dass wir uns darum erst wieder in Stornoway kümmern müssen. Kurz haben wir Zeit, in einem Touristenladen Shortbread und Postkarten zu kaufen, dazu noch eine Top-Up-Karte fürs Mobiltelefon (siehe "Mobil Telefonieren"). 
Um 10:25 verlässt die Fähre das Pier entlang einer wunderschönen Bucht. Nach anfänglicher ruhiger See bewegt sich das Schiff allmählich auf rauere Gewässer, insgesamt dauert die Fahrt rund zweieinhalb Stunden.
In Stornoway angekommen nehmen wir unser Auto in Empfang. Dieses Mal ist es Arnol Car Hire geworden, jedoch gibt es in Lewis mehrere Autovermietungen, die alle ab 25 Pfund pro Tag (plus MwSt) ihre Dienste anbieten. Nach kurzem Einkauf im einzigen Tesco's der Insel und dem Verzehr einer Portion Fish&Chips geht es eine Dreiviertelstunde mit dem Auto gen Westen zur Siedlung "Na Gearannan" mit der wohl großartigsten Jugendherberge der Welt: ein Steinhaus mit Reet bedeckt, das Teil eines Museumsdorfes ist. Spartanische Ausstattung und quietschende Etagenbetten können die Atmosphäre in keinem Fall trüben, auch wenn jemand mal wieder saugen müsste. Das wiederum ist eigentlich Aufgabe der Herbergsgäste, Tragedy of the Commons also. 
Nach kurzem Einchecken geht es im Regen entlang des "Coastal Walks". Entlang einer schroffen Steilküste geht es durch Moor, über Steine und zwischen Bächlein hindurch, bis wir die Schlacht gegen Wind und Wasser verloren geben und danach wandern wir ob der Schönheit der Landschaft noch eine halbe Stunde weiter. Der Tag endet bei Buch und Gespräch mit einigen deutschen Backpackern sowie interessanten Gestalten, die in "Menschen auf Lewis" (Coming Soon) noch eigene Erwähnung finden. 
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl